Bericht eines Mitglieds Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   

Das Fliegen hat mich schon immer fasziniert und sehr interessiert. Wenn ich zu Besuch bei meiner Oma war, die in der Nähe eines Flugplatzes wohnte, konnte ich mich nie an den Segelflugzeugen, die steil an der Winde hingen, satt sehen. Und ich wünschte mir, auch fliegen zu können.

Ein Freund - aktiver Flieger - erklärte mir, dass die (Segel-) Fliegerei im Verein kein Sport nur für Großverdiener ist. Die Fluglehrer sind ehrenamtlich tätig, so dass die Kosten auch für Studenten oder Schüler mit schmalem Portemonnaie bezahlbar sind.

Bei einem Rundflug über das oberbergische Land im Herbst wuchs meine Begeisterung für die Fliegerei weiter. Nach einigen Flügen mit dem Motorsegler und einem Segelflugdoppelsitzer (ASK 21) stand für mich fest, das Fliegen zu erlernen.

Im März wurde ich Mitglied im Bergischen Luftsportverein und begann mit der Schulung.

Die Schulung wird vom Verein organisiert und findet - bei "fliegbarem" Wetter - an den Wochenenden und Feiertagen in Wipperfürth statt.

Als erstes lernte ich bei einer "Bodeneinweisung" das richtige Verhalten auf dem Flugplatz und wurde auf die besonderen Gefahrenpunkte aufmerksam gemacht.

Danach schoben wir unseren Bergfalken, die damalige Schulungsmaschine des BLV's, zum Start. Mir wurde gezeigt, "wo man anpackt" und wo die empfindlichen Stellen des Flugzeugs sind.

Am Start wurde der morgendliche Grundcheck durchgeführt, bei dem das Flugzeug besonders auf etwaige Schäden durch Transport und Lagerung (z.B. Feuchtigkeit) untersucht wird.

Dann kam für mich der große Moment: nachdem ich den Fallschirm (der ist bei der Schulung Pflicht!) angelegt hatte, zwängte ich mich auf den vorderen Sitz unseres Bergfalken.

Waltraud, unsere Fluglehrerin, hat mir Wirkung und Betätigung der Höhen-, Seiten- und Querruder erklärt. Zusammen haben wir den Check vor dem Start durchgeführt. Meine Spannung stieg. Die Schleppmaschine kam. Das lange Schleppseil wurde eingeklinkt und los ging's. Erst ein mühsames Balancieren mit niedriger Geschwindigkeit, dann abheben. Langsam gewannen wir Höhe.

Bei diesem ersten Schulungsflug durfte ich durch vorsichtiges Mitfühlen am Steuerknüppel und an den Seitenruderpedalen erste Eindrücke über Ruderbenutzung und Wirkung sammeln. Während des Fluges zeigte mir Waltraud die nahe gelegenen Talsperren und andere Bodenmerkmale. Außerdem zeigte sie mir den sogenannten Übungsraum, den Verlauf der Segelflugplatzrunde, die Position etc. Nach einer Viertelstunde landeten wir wieder. Die Minuten waren "im Fluge" vergangen.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 03. Januar 2011 um 10:46 Uhr